Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Minden

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: WSV-Leitzentrale

Die Aufgabe der WSV-Leitzentrale Minden ist die Wahrnehmung des Schleusenbetriebsdienstes.

Es werden dort folgende zwölf Schleusen aus den Amtsbereichen der Wasser- und Schifffahrtsämter Verden und Minden in einer Zentrale angeschlossen.

Dies sind:

die Mittelweserschleusen
- Petershagen
- Schlüsselburg
- Landesbergen
- Drakenburg
- Dörverden und
- Langwedel.

Die Schleuse Langwedel liegt ca. 120 km nördlich von Minden entfernt.

die Mindener Schleusen mit
- der Schachtschleuse Minden, dem sog. Nordabstieg vom Mittellandkanal zur Weser
- die Schleusen des Verbindungskanals Süd (Obere und Untere Schleuse Minden)
- die neue Weser-Schleuse Minden sowie

die Schleusen Hollage und Haste am Stichkanal Osnabrück.

Die Zuständigkeit der Bündelungsstelle Telematikdienste erstreckt sich weiterhin auf die Verkehrslenkung an den Schleusen des Stichkanals nach Osnabrück und, soweit erforderlich, auf die Schleusenkanäle der Mittelweserschleusen sowie auf die Wasserbewirtschaftung der mittleren und oberen Haltung des Stichkanals Osnabrück.

Übersicht über die Schleusen

Zur Zeit sind in der WSV-Leitzentrale Minden die Schleusen
- Petershagen
- Schlüsselburg
- die Untere Schleuse Minden
- die Obere Schleuse Minden
- die Schachtschleuse Minden
- Landesbergen und
- Drakenburg

angeschlossen.

In der Warte der Leitzentrale befinden sich fünf kreisförmig angeordnete Bedienplätze. Der fünfte Bedienplatz ist als Reservebedienplatz eingerichtet, falls einmal ein Bedienplatz ausfällt oder er kann später der möglichen Erweiterung dienen. Ein Bediener kann von seinem Bedienplatz aus zwei Schleusen gleichzeitig bedienen, so dass später parallel in der Warte bis zu acht Schleusen gleichzeitig bedient werden können. In der Vergangenheit war jede Schleuse vor Ort in jeder Schicht mit einem Schichtleiter besetzt.

Das Bedienkonzept verzichtet auf eine starre Zuordnung der Schleusen auf die einzelnen Bedientische, sondern sieht vor, dass jede Schleuse von jedem Bedienplatz fern bedient werden kann. Durch dieses Konzept entstehen in Verbindung mit dem z. T. sehr unterschiedlichen Verkehrsaufkommen an den angeschlossenen Schleusen keine zusätzlichen Wartezeiten für die Schifffahrt.

Die benötigten Informationen für den Schleusenvorgang werden dem Bediener computergestützt angeboten und die dazu benötigten qualitativ hochwertigen Bilder von den fern bedienten Schleusen per Videoüberwachungsanlage übermittelt. Die Videosignale müssen zunächst digitalisiert und dann komprimiert werden, um sie über das Netzwerk übertragen zu können.


Bedienplatz


Bediengrafik der Schleuse Petershagen - Bildschirmanzeige am Arbeitsplatz (klicken zum Vergrößern)

Die offizielle Inbetriebnahme der Leitzentrale (damals noch "Fernbedienzentrale Schleusen" - FBZ genannt) erfolgte am 5. Februar 2004 durch den Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Herrn Dr. Manfred Stolpe, indem der Minister durch einen Knopfdruck die FBZ ihrer Bestimmung übergab. Der Minister hatte dabei die Gelegenheit, mit einem Binnenschiffer in Kontakt zu treten und den ersten Schleusenvorgang mit vorzunehmen.

Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe im Funkkontakt mit einem Binnenschiffer bei der Inbetriebnahme der Leitzentrale

Die Schachtschleuse Minden ist im September 2009 als siebte Schleuse an die Leitzentrale angeschlossen worden.