Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Minden

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Inhalt: Dammnachsorge

Zur Überprüfung der Standsicherheit der Kanalseitendämme im Zuständigkeitsbereich der GDWS - Standort Hannover sowie zur Durchführung eventuell erforderlicher Nachsorgemaßnahmen wurde zum 1. Mai 2003 die Bündelungsstelle Dammnachsorge beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Minden als eigenständiger Sachbereich 4 gegründet. Mit Auflösung des Sachbereiches 4 zum 1. Januar 2011 wurde die Bündelungsstelle dem Sachbereich 2 als Projektgruppe zugeordnet.

Dämme sind Erdbauwerke an Kanälen oder Flüssen, bei denen der Wasserstand oberhalb des angrenzenden Geländes liegt. Auf Grund dieses Sachverhaltes sind Dämme, ähnlich wie die Deiche an den Küsten, Bauwerke mit hohen Sicherheitsanforderungen und daher von besonderer Bedeutung für Mensch und Umwelt.

Hohe Dammstrecke (ca. 12 m) im Bereich des Wasserstraßen- und Schiffahrtsamtes Uelzen

In enger Zusammenarbeit mit den Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern Braunschweig und Uelzen sind am Mittellandkanal (MLK) und Elbe-Seitenkanal (ESK) rund 360 km Dammstrecke entsprechend den aktuellen anerkannten Regeln der Technik zu untersuchen. Diese Untersuchungen sind notwendig geworden, da im Laufe der letzten Jahre die Sicherheitsanforderungen gestiegen sind. Die ursprüngliche Qualität der Dämme hat sich jedoch über die Jahre nicht verändert.

Zu den Aufgaben der Projektgruppe im Einzelnen:

Bestandserfassung
Zu jeder Dammstrecke müssen die zum Teil Jahrzehnte alten Unterlagen zusammengetragen und gesichtet werden. Sie sind dann durch Angaben zum Dammaufbau, Geometrie, Baugrund und Grundwasserständen zu ergänzen.

Gutachten zur Überprüfung der Standsicherheit
Da die personelle Kapazität der Projektgruppe nicht für die Begutachtung aller Dammstrecken ausgelegt ist, werden die Gutachten zur Standsicherheit größtenteils an fachlich geeignete Ingenieurbüros vergeben. Die Projektgruppe führt die gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Vergabeverfahren durch und betreut die beauftragten Büros bei der Erstellung dieser Gutachten. Fachlich wird die Projektgruppe dabei durch die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe und Hamburg unterstützt.

Böschungsbruchberechnung

Böschungsbruchberechnung Kanalseitendamm 

Entwurf, Ausschreibung und Vergabe von Nachsorgemaßnahmen
Kommen die Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Dämme nicht den aktuellen anerkannten Regeln der Technik genügen, so müssen Sanierungsmaßnahmen, sogenannte Nachsorgemaßnahmen geplant und umgesetzt werden. Hierzu stellt die Projektgruppe dann die haushaltsrechtlich notwendigen Entwürfe auf und führt die öffentlichen Vergabeverfahren durch. Die Betreuung und Abwicklung der Baumaßnahmen erfolgt dann durch das jeweils örtlich zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

Projektmanagement
Für die zielgerichtete und konsequente Abarbeitung dieser fachlich sehr speziellen Aufgaben wurde eigens eine Lenkungsgruppe zur Steuerung der Projektgruppe eingerichtet. Durch diese Struktur ist gewährleistet, dass alle Dämme von Bramsche am MLK bis Lüneburg am ESK nach einem einheitlichen Verfahren, d. h. mit gleichen Qualitätsstandards, bearbeitet werden.

Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Gutachten zur Überprüfung der Standsicherheit bis Ende 2013 abgeschlossen sein.