Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Minden

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Inhalt: Bündelungsstelle Dammnachsorge

Die Bündelungsstelle wurde am 1. Mai 2003 als Sachbereich 4 des Wasser- und Schifffahrtsamtes  Minden neu eingerichtet. Räumlich untergebracht ist die Bündelungsstelle in der Sympherstraße 14, am oberen Vorhafen der Schachtschleuse Minden, direkt gegenüber dem Eingang des Infozentrums.

Zu den Aufgaben der Bündelungsstelle gehören die Untersuchung der Standsicherheit und ggf. die Nachsorge der Dämme im Zuständigkeitsbereich der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Mitte.

Dämme sind Erdbauwerke an Kanälen oder Flüssen, bei denen der Wasserstand oberhalb des angrenzenden Geländes liegt. Auf Grund dieses Sachverhaltes sind Dämme, ähnlich wie die Deiche an den Küsten, Bauwerke mit hohen Sicherheitsanforderungen und daher von besonderer Bedeutung für Mensch und Umwelt.

Foto: Hohe Dammstrecke (ca. 12 m) im Bereich des Wasser- und Schiffahrtsamtes Uelzen

In enger Zusammenarbeit mit den Wasser- und Schiffahrtsämtern Braunschweig und Uelzen sind am Mittellandkanal (MLK) und Elbe-Seitenkanal (ESK) rund 360 km Dammstrecke entsprechend den aktuellen anerkannten Regeln der Technik zu untersuchen. Diese Untersuchungen sind notwendig geworden, da im Laufe der letzten Jahre die Sicherheitsanforderungen gestiegen sind. Die ursprüngliche Qualität der Dämme hat sich jedoch über die Jahre nicht verändert.

Zu den Aufgaben der Bündelungsstelle im Einzelnen:

Bestandserfassung
Zu jeder Dammstrecke müssen die zum Teil jahrzehntealten Unterlagen zusammengetragen und gesichtet werden. Sie sind dann durch Angaben zum Dammaufbau, Geometrie, Baugrund und Grundwasserständen zu ergänzen.

Gutachten zur Überprüfung der Standsicherheit
Da die personelle Kapazität der Bündelungsstelle nicht für die Begutachtung aller Dammstrecken ausgelegt ist, werden die Gutachten zur Standsicherheit größtenteils an fachlich geeignete Ingenieurbüros vergeben. Die Bündelungsstelle führt die gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Vergabeverfahren durch und betreut die beauftragten Büros bei der Erstellung dieser Gutachten. Fachlich wird die Bündelungsstelle dabei durch die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe und Hamburg unterstützt.

Entwurf, Ausschreibung und Vergabe von Nachsorgemaßnahmen
Kommen die Gutachten zu dem Ergebnis, daß die Dämme nicht den aktuellen anerkannten Regeln der Technik genügen, so müssen Sanierungsmaßnahmen, sogenannte Nachsorgemaßnahmen geplant und umgesetzt werden. Hierzu stellt die Bündelungsstelle dann die haushaltsrechlich notwendigen Entwürfe auf und führt die öffentlichen Vergabeverfahren durch. Die Betreuung und Abwicklung der Baumaßnahmen erfolgt dann durch das jeweils örtlich zuständige Wasser- und Schiffahrtsamt.

Projektmanagement
Für die zielgerichtete und konsequente Abarbeitung dieser fachlich sehr speziellen Aufgaben wurde eigens eine Projektgruppe die o. g. Bündelungsstelle eingerichtet. Durch diese Struktur ist gewährleistet, daß alle Dämme von Bramsche am MLK bis Lüneburg am ESK nach einem einheitlichen Verfahren, d. h. mit gleichen Qualitätsstandards, bearbeitet werden.

Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Gutachten zur Überprüfung der Standsicherheit bis Ende 2010 abgeschlossen sein.